Viel zu selten bietet uns die Politik Grund, optimistisch zu sein. Daher muss sie viel zu oft und viel zu heftig die Kunst des geschriebenen Wortes bemühen. Ein aktuelles Beispiel: Die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zum Thema Neuordnung des Arzneimittelmarktes. Man hat wieder mal sämtliche Register gezogen, um eine weitere Stufe in der Demontage des Gesundheitssystems als Sieg in einer glorreichen Schlacht zum Wohle des Volkes zu beschreiben. Ich muss zugeben, manchmal bin ich neidisch auf die Leute, die sowas derart gut können. Gut schreiben, meine ich! Nicht das Gesundheitssystem kaputt machen, wo denken Sie hin? read more…
Kommunizieren wo, wann und mit wem man will. Technisch gibt es heute kaum noch Grenzen. Das Handy ist längst zum multimedialen Kommunikationsapparat avanciert und stellt uns auch dann die lebenswichtige Leitung zum World Wide Web her, wenn Computer oder Laptop in weiter Ferne liegen. Um sich mit Freunden auszutauschen oder Nachrichten zu senden, wird der heiße Draht der Social Networks, wie Facebook oder StudiVZ, aktiviert. So weiß jeder Freund zu jeder Zeit und an jedem Ort, was mich gerade beschäftigt.
Einfach in Facebook einloggen, Nachrichten lesen, antworten oder Neues berichten. Simpel und unverbindlich gestaltet sich die Kommunikation im heutigen Medienzeitalter. Eine Untersuchung vom Institut für Demoskopie Allensbach stellt fest, dass sich durch die Technik das Kommunikationsverhalten verändert. Die Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA) 2009 zeigt, dass die technikgestützte Kommunikation einen immer größeren und wichtigeren Teil des persönlichen Austausches einnimmt. Außerdem steigt durch die neuen Technologien die Häufigkeit an Kontakten, wobei sich deren Länge allerdings verkürzt. read more…
Exzellentes Film zum Thema Web 3.0 / Semantisches Web von Kate Ray. Wie stellen sich die führenden Köpfe des WWW die Zukunft? In einer Reihe von Interviews , u.a. mit Tim Berners-Lee, Clay Shirky, Chris Dixon, David Weinberger, Nova Spivack, Jason Shellen, Lee Feigenbaum, John Hebeler, Alon Halevy etc. zeichnet die Autorin einen Bild des semantischen Internets der Zukunft.
Wenn die Werbemacher besonders clever sein wollen, dann lassen sie sich einiges einfallen. Der weit verbreitete Irrglaube dass man mit außergewöhnlichen Gewinnen und einer persönlichen Ansprache einen besonders guten Werbeeffekt erzielt trägt manchmal sonderbare Blüten. Milde ausgedrückt.
Ich muss mich ja nicht auslassen über jede Werbepanne, das stimmt. Aber, es macht Spaß. Und wenn die noch so lecker auf dem Präsentierteller kommen, dann muss ich es einfach für die Marketing- Nachwelt festhalten. Das letzte Geniestreich der eBay (PayPal) Werbemaschinerie heißt: Gewinnen Sie ein Astronautentraining! read more…
Die GEMA hat die Verhandlungen mit YouTube abgebrochen. Im Verbund mit acht weiteren internationalen Verwertungsgesellschaften möchte die GEMA ein Zeichen setzen und fordert, begleitend zum Abbruch der Verhandlungen, rund 600 der von dem Videoportal seit dem 1. April 2009 illegal genutzten Werke zu löschen bzw. den Abruf von Deutschland aus zu sperren. Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, dazu auf MySpace:
MySpace ~ GEMA bricht die Verhandlungen mit YouTube ab
Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 60.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über einer Million Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik. Die Angelegenheit wird im GEMA Blog heiß diskutiert. Ich sag’ mal: Richtig so.
Die GEMA, genauso wie manche anderen Interessensvertretungen hierzulande, ist nun mal in Ihrer Struktur, Ausrichtung und Intentionen eher ein “Relikt” möchte man meinen. Und viele der Kommentare, die ich persönlich auch unterschreiben würde, gehen in diese Richtung. Problem dabei, das ist unerheblich für die aktuelle Diskussion. Es ist nun mal die Kernaufgabe der GEMA Geld für Ihre Mitglieder einzutreiben. Und Google macht das was er immer macht: erst nehmen, dann die Verantwortung auf die User abwälzen. Währenddessen bekommen die Künstler kein Cent. Nicht Cool. Definitiv nicht.
Längst sind die Mauern in Europa und zum größten Teil auch weltweit gefallen. Billigflieger und Langstreckenflugzeuge bevölkern die Lüfte und sorgen jeden Tag für einen Umschlag von tausenden von Menschen weltweit.
Der Urlauber kann meist die ersten 3 Wörter aus seinem Reiseführer stammeln, welcher schon bald die Staubflocken im Zimmer erhaschen wird. Das Arbeiten in einem fremden Land oder in einem internationalen Team setzt bedeutend mehr Kommunikationsfähigkeit, genau genommen interkulturelle Kompetenz, voraus, die heute immer öfter eine Anforderung im Arbeitsalltag darstellt. read more…
Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung wird umfangreich in allen Medien kommentiert und analysiert. Ist jetzt Stasi 2.0 out oder kommt die Vorratsdatenspeicherung 08.15 noch?
Ja und wahrscheinlich Ja. Es wurde nicht einmal die Tinte auf dem Beschluss in Karlsruhe trocken, da meldete sich schon EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström und forderte, so wie das in Skandinavien schon der Fall ist, die europaweite Sperrung mit der lapidaren Begründung: „Natürlich wäre Löschung besser, das ist aber schwierig, besonders bei den Webseiten- Betreibern außerhalb der EU.“
Und weil es so schwierig ist, will die neunmal kluge Inspektorin die Internetsperren einführen und zukünftig auch noch z. B. das „Suchen und Betrachten von Kinderpornografie im Netz“ und den „Versuch, die Kinder in Sozialen Netzwerken anzusprechen“ strafbar machen. Das nennt die Oberpolitesse dann: „Mit den dunklen Ecken des Internets und den kriminellen Bildern von Kindesmissbrauch aufräumen!“ Bleibt noch zu klären, wie man z. B. die o.g. Vorsätze ermitteln könnte? Na? Aber Ja – mit der Vorratsdatenspeicherung.
Ein italienisches Gericht hat drei Manager von Google zu sechs Monaten Haft (ausgesetzt zur Bewährung) verurteilt, weil ein Video, das zeigt, wie ein Mann mit Down-Syndrom von vier Schülern beleidigt wird, nicht schnell genug von Google Video gelöscht wurde. Die Richter sahen darin eine Verletzung der Privatsphäre des Opfers. Einer der drei ist David Drummond, Senior Vice President, Chefjurist des (G)imperiums* und ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzende von Google Italien. Das ist das erste Mal, dass die Betreiber einer Suchmaschine für die Inhalte ihrer Seiten zur Verantwortung gezogen wurden. read more…
An Google scheiden sich die Geister. Manche lieben es, manchen fürchten es. Manche sehen es mit der nötigen Portion Humor, manche sind besorgt, andere sarkastisch. Google Threatens To Kill Users, Video von Comedy.com ist ein gutes Beispiel für das Letztere.




