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	<title>Hypercommerce &#187; Googloogie</title>
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	<description>Blog für Medienkompetenz</description>
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		<title>Richtig so &#8211; GEMA bricht die Verhandlungen mit Youtube ab</title>
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		<pubDate>Wed, 12 May 2010 16:15:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die GEMA hat die Verhandlungen mit YouTube abgebrochen. Im Verbund mit acht weiteren internationalen Verwertungsgesellschaften möchte die GEMA ein Zeichen setzen und fordert, begleitend zum Abbruch der Verhandlungen, rund 600 der von dem Videoportal seit dem 1. April 2009 illegal genutzten Werke zu löschen bzw. den Abruf von Deutschland aus zu sperren. Dr. Harald Heker, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die  GEMA hat die Verhandlungen mit YouTube abgebrochen. Im Verbund mit acht  weiteren internationalen Verwertungsgesellschaften möchte die GEMA ein  Zeichen setzen und fordert, begleitend zum Abbruch der Verhandlungen, rund 600 der von dem  Videoportal seit dem 1. April 2009 illegal genutzten Werke zu löschen  bzw. den Abruf von Deutschland aus zu sperren. Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, dazu auf MySpace:</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://medienkompetenz-blog.de/gema-bricht-die-verhandlungen-mit-youtube-ab/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
<p>Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 60.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über einer Million Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik. Die Angelegenheit wird im <a class="fadeout" title="GEMA Blog" href="http://blog.gema.de/blog/beitrag/video-von-der-pressekonferenz-zum-abbruch-der-verhandlungen-mit-youtube/">GEMA Blog heiß diskutiert</a>. Ich sag&#8217; mal: Richtig so.</p>
<p>Die GEMA, genauso wie manche anderen Interessensvertretungen hierzulande, ist nun mal  in Ihrer Struktur, Ausrichtung und Intentionen eher ein &#8220;Relikt&#8221; möchte man meinen. Und viele der Kommentare, die ich persönlich auch unterschreiben würde, gehen in diese Richtung. Problem dabei, das ist unerheblich für die aktuelle Diskussion. Es ist nun mal die Kernaufgabe der GEMA Geld für Ihre Mitglieder einzutreiben. Und Google macht das was er immer macht: erst nehmen, dann die Verantwortung auf die User abwälzen. Währenddessen bekommen die Künstler kein Cent. Nicht Cool. Definitiv nicht.</p>
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		<title>Ein Gedanke ohne Gewähr</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 17:06:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein italienisches Gericht hat drei Manager von Google zu sechs Monaten Haft (ausgesetzt zur Bewährung) verurteilt, weil ein Video, das zeigt, wie ein Mann mit Down-Syndrom von vier Schülern beleidigt wird, nicht schnell genug von Google Video gelöscht wurde. Die Richter sahen darin eine Verletzung der Privatsphäre des Opfers. Einer der drei ist David Drummond, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_198" class="wp-caption alignleft" style="width: 434px"><a href="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/02/Fotolia_6686999_XS_tiny.jpg"><img class="size-full wp-image-198" title="Gerichtsurteil" src="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/02/Fotolia_6686999_XS_tiny.jpg" alt="Italienisches Gericht hat drei Manager von Google zu sechs Monaten Haft verurteilt" width="424" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">gefährliches Präzedenzfall</p></div>
<p>Ein italienisches Gericht hat drei Manager von Google zu sechs Monaten Haft (ausgesetzt zur Bewährung) verurteilt, weil ein Video, das zeigt, wie ein Mann mit Down-Syndrom von vier Schülern beleidigt wird, nicht schnell genug von Google Video gelöscht wurde. Die Richter sahen darin eine Verletzung der Privatsphäre des Opfers. Einer der drei ist David Drummond, Senior Vice President, Chefjurist des (G)imperiums* und ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzende von Google Italien. Das ist das erste Mal, dass die Betreiber einer Suchmaschine für die Inhalte  ihrer  Seiten zur Verantwortung gezogen wurden.<span id="more-190"></span></p>
<p>Die Empörung seitens Google ist  groß. Das Urteil wird „selbstverständlich angefochten“, da es einen „gefährlichen  Präzedenzfall“ darstellt, etc. (G) sieht dabei die Meinungsfreiheit in Gefahr. Spiegel zitiert Drummond wie folgt: <em>&#8220;Ich bin außer mir. Diese Entscheidung schafft ein gefährliches Beispiel (…) Es gebe klare gesetzliche Bestimmungen in Italien wie auch in der EU, die eindeutig festlegten, dass Internetunternehmen die Inhalte nicht vorab kontrollieren müssten.“ </em>Stimmt, aber darum geht es nicht. Das Urteil ist auch nicht gefallen, weil Google Daten nicht gefiltert, sondern weil er sie nicht schnell genug gelöscht hat.</p>
<p>Seit Menschengedenken dienen die Gesetzgebung und  Rechtsprechung dem Erhalt der Funktionsfähigkeit der Gemeinschaft  und dem Schutz der Gesellschaft. Die historischen, technologischen und anderen Entwicklungen &#8211; insofern sie die Lebensbedingungen verbessern, werden gesellschaftlich akzeptiert und halten schließlich den  Einzug in die Gesetze als Bestandteil der Kultur und des zivilisatorischen Regelwerks. Noch vor einigen Jahrzehnten hat man behinderte Menschen als „vom Teufel  besessen“ gejagt und misshandelt. Heute wissen wir es besser und unsere Erfahrungen und Haltungen fließen in die Gerichtsurteile und politischen Entscheidungen ein. Die Gesellschaft schützt ihre Errungenschaften indem man sie in den Regelwerken der gesellschaftlichen Normen festschreibt.</p>
<p>In diesem Fall könnte die Botschaft heißen: Es ist nicht lustig behinderte Menschen zu quälen! Wer die Macht hat, dagegen vorzugehen, ist nicht nur dazu berechtigt, sondern auch verpflichtet. Das ist doch ein Gedanke, da könnte man ein wenig inne halten, um darüber nachzudenken. Oder? Alles andere wäre tatsächlich ein Angriff auf die Meinungsfreiheit.</p>
<p><strong>*</strong> siehe <a title="Wörterbuch neue Medien - Deutsch" href="http://hypercommerce.de/woerterbuch/">Wörterbuch</a></p>
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		<title>Comedy.com about Google</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 16:09:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
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		<description><![CDATA[An Google scheiden sich die Geister. Manche lieben es, manchen fürchten es. Manche sehen es mit der nötigen Portion Humor, manche sind besorgt, andere sarkastisch. Google Threatens To Kill Users, Video von Comedy.com ist ein gutes Beispiel für das Letztere. [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An Google scheiden sich die Geister. Manche lieben es, manchen fürchten es. Manche sehen es mit der nötigen Portion Humor, manche sind besorgt, andere sarkastisch. Google Threatens To Kill Users, Video von Comedy.com ist ein gutes Beispiel für das Letztere.</p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://medienkompetenz-blog.de/comedy-com-about-google/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
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		<title>Google ist wie ein Kind, das seinen Spielzeug kaputt macht, weil man es geärgert hat</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 14:54:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was macht Google zurzeit? Neue Produkte, die kein Mensch braucht und die einem einzigen Zweck dienen – dort wo Google nicht Maß aller Dinge ist das Zepter in die Hand zu nehmen. Buzz, Nexus (ph)one, Breitband Netz in den USA, etc. Haben, nehmen, erobern, kaufen, übernehmen! Unsere Justizministerin hat es neulich in einem Satz gesagt: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_62" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><em><em><a href="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/02/mr-spock2.jpg"><img class="size-full wp-image-62" title="mr-spock2" src="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/02/mr-spock2.jpg" alt="Mr. Spock" width="300" height="310" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Leben Sie lange und in Frieden!</p></div>
<p>Was macht Google zurzeit? Neue Produkte, die kein Mensch braucht und die einem einzigen Zweck dienen – dort wo Google nicht Maß aller Dinge ist das Zepter in die Hand zu nehmen. Buzz, Nexus (ph)one, Breitband Netz in den USA, etc. Haben, nehmen, erobern, kaufen, übernehmen! Unsere Justizministerin hat es neulich in einem Satz gesagt: <em>„Diese Gigantomanie, die stört mich.“</em> Mich auch.</p>
<p>Noch vor einem Jahr schauten mich sogar einige meiner Freunde schief an, weil ich mich zum Thema (G) kritisch geäußert habe.<em> „Ist dir denn der Schäuble lieber? Und die Internetsperren?“</em> &#8211; bekam ich zu hören. Natürlich nicht, aber was hat das eine mit dem anderen zu tun? Und warum werden die Gespräche plötzlich so hitzig, wenn es um (G) geht? Ich gebe zu, daran hatte ich eine Weile zu knabbern, bis mir klar wurde, dass mein Gegenüber Google mit freiem Internet  gleichstellt.<span id="more-61"></span></p>
<p>Wie kommt‘s? Tja, die große Mehrheit der Menschen hat erst in den letzten Jahren das Internet entdeckt und das sind nun mal die Google Jahre. Wer erinnert sich schon an Alta Vista, CompuServe, oder ein 4800 Modem? Die Menschheit hat eine Online Revolution durchlebt. Die verdanken wir nicht zuletzt auch Google. Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten.</p>
<p>Wenn man die Entwicklungen allein in den letzten Wochen genauer betrachtet, drängt sich der Eindruck auf,  dass  die Google-Gründer immer noch in der Garagenmentalität  der Anfangsjahre stecken. Die seltsame Mischung aus Arroganz, grenzenlosem Hochmut und maßloser Gier scheint alle von der höchsten Managementebene bis runter zu den Foren-Günglingen* erfasst zu haben. Blankes Unverständnis, ja Verwunderung bei den Themen wie Datenschutz oder die Rechte der Verlage, etc.. Die Nonchalance mit der <a class="fadeout" title="DLD Conference" href="http://www.youtube.com/watch?v=LvANZA93QaU">David Drummond auf der DLD Conference</a> zum Thema Verlagsrechte erläutert: <em>„Bing ist nur einen Klick entfernt, falls Sie Google nicht mögen“</em>,  ist vielmehr als Selbstsicherheit eines Monopolisten. Es ist eine Machtdemonstration ohne-gleichen.</p>
<p>Im gleichen Atemzug stellt er fest, dass die Zensur ein enormes Problem ist und zwar <em>„nicht nur in China“</em>. Das stimmt. Allerdings hat man (lese G) die Voraussetzungen dafür selbst geliefert. Mit dem enormen Erfolg des (G)uMa* gepaart mit dem stets sehr bedacht gepflegten Image von „Guten“ und der Ich-will-es-haben-wir-machen-das-jetzt-ist-uns-egal-was-andere-denken-die-welt-ist-sowieso-böse-und-wenn-einer-was-anderes-denkt-dann-ist-er-bloss-neidisch-Paranoia hat man auf der einen Seite die Menschheit um Lichtjahre nach vorn gebracht auf der anderen Seite aber den Kern des Internets, dezentralisierte Struktur, abgeschafft.</p>
<p>Das wäre ja an sich nicht das Ende aller Tage &#8211; was mir daran allerdings Bauchschmerzen bereitet, ist, dass Google klar erkennen lässt, es auch weiterhin so handzuhaben &#8211;  notfalls  mit der Brechstange. Wer nicht mitspielt, fliegt raus! Während ich das hier schreibe, geht mir ein Satz von Mr. Spock aus dem ersten StarTrek Film nicht aus dem Kopf: <em>„Captain, Vo..ger ist wie ein Kind, wenn er nicht bekommt,  was er haben möchte, macht er womöglich sein Spielzeug kaputt.“ </em></p>
<p>So wie mit China: Der Sinneswandel fand erst statt nach dem man ihn geärgert hat, alles Weitere: <em>„Wir sind ah, so cool und streiten so gern, ob wir das mit unserer Firmenethik vereinbaren können … wir haben geglaubt, dass das Netz in China freier wird durch unsere Präsenz“</em> kam danach. Ah, bitte! Da wird einem schlecht! Wenn ein Kind sich so verhält, dann ist es nervig, bei einem Erwachsenen ist es unglaubwürdig, und die Mehrheit von Menschen (umgangssprachlich auch User genannt) empfindet es als Respektlosigkeit. Die Ablehnungswelle, die sich gerade formiert, hat durchaus damit zu tun, dass die Menschen die Verachtung spüren, die ihnen G entgegen bringt.</p>
<p>Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Soziale Netzwerke bedeuten einer von vielen zu sein. Auf G mit seinem Herrschaftsanspruch trifft es wahrlich nicht zu. Da hilft auch nicht die Werbemaschinerie mit dieser schlecht inszenierten Buzz-Vorstellung (übrigens Steve Jobs kann das viel besser), nicht der Aardvark und schon gar nicht Gmail User Nötigung.</p>
<p>Twitter und Co. haben in der Tat etwas Außergewöhnliches geschafft: Kommunikation vorbei an Google, Internet außerhalb Google. Sie erschaffen das Netz „miteinander“ neu und dezentralisieren es wieder. Auch ohne Google funktioniert das ganz hervorragend. Und das ist auch gut so, sonst könnte es unser „Kleiner“ womöglich kaputt machen.</p>
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		<title>Google, China und Fluch der Gier: Die Welt ist nicht genug!</title>
		<link>http://medienkompetenz-blog.de/google-china-zensur/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 16:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Google stellt sein China-Geschäft auf einmal in Frage. Angeblich will sich der Datensammler aus Mountain View nicht länger den Zensurforderungen der chinesischen Regierung beugen und nimmt dafür auch einen Rückzug aus dem chinesischen Markt in Kauf. Der gemeine Güngling* wird in seinem Glauben bestätigt, die anderen werden die Meldungen darüber aufmerksamer weiterlesen. Internet World z.B. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_202" class="wp-caption alignleft" style="width: 377px"><a href="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/01/China_XS_Tiny.jpg"><img class="size-full wp-image-202 " title="China Google" src="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2010/01/China_XS_Tiny.jpg" alt="China" width="367" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">China und Google. Wie geht es weiter?</p></div>
<p>Google stellt sein China-Geschäft auf einmal in Frage. Angeblich will  sich der Datensammler aus Mountain View nicht länger den  Zensurforderungen der chinesischen Regierung beugen und nimmt dafür auch  einen Rückzug aus dem chinesischen Markt in Kauf. Der gemeine Güngling*  wird in seinem Glauben bestätigt, die anderen werden die Meldungen  darüber aufmerksamer weiterlesen.</p>
<p>Internet World z.B. schreibt: <em>„Google  hat damit gedroht, den chinesischen Markt aufzugeben, wenn die  Zensurbestimmungen nicht gelockert werden.“</em> Erst in dem zweiten  Satz gesellt sich ein wenig Licht zu dem Knall. Der Auslöser war keine  moralische Kehrtwende (manche würden auch von moralischer Pflicht  sprechen) sondern ein Hackerangriff.<span id="more-1"></span></p>
<p>Ein Hackerangriff aus China?  Was soll daran so außergewöhnlich sein? – fragt sich der gesunde  Internetverstand. Gibt es täglich. Ah, was! Stündlich. Ja schon, aber es  wurden Mail-Accounts von chinesischen Menschenrechtlern angegriffen!  Hillary Clinton soll sich auch eingemischt haben. Hm, damit ich sehe, ob  ich das so richtig verstanden habe? Google zensiert seit 4 Jahren brav  das Internet über die Google.cn. Aber jetzt soll alles anders werden nur  wegen ein paar Mail-Accounts. Sorry, aber das leuchtet mir immer noch nicht  ein.</p>
<p>Es sei denn… Es sei denn, die Hacker waren erfolgreich.  Verschiedene Quellen (siehe Wall Street Journal &#8211; z. B.) schreiben davon,  dass bei dem Angriff auch <em>„wichtige Teile des Quellcodes gestohlen  worden, mit denen potenziell Zugang zu anderen Daten gewonnen werden  kann“</em>. Wie üblich, von Google nur Andeutungen: <em>„… from China that  resulted in the theft of intellectual property from Google“</em> (Quelle: <a class="fadeout" title="Google Blog" href="http://googleblog.blogspot.com/2010/01/new-approach-to-china.html" target="_blank">http://googleblog.blogspot.com/2010/01/new-approach-to-china.html</a>)  Sprich: <em>„… aus China, dass Diebstahl  von Googles geistigem Eigentum darstellt.“</em> Also, doch. So  gesehen, bin ich froh dass ich nicht die Google Analytics benutze &#8211;  sonst könnte mich womöglich jemand verklagen weil er Spam-Mails aus  China bekommt.</p>
<p>Na ja, so oder so, niemand wird ernsthaft glauben  (die Chinesen am wenigsten) dass Google tatsächlich vor hat (von  taktischem Geplänkel mal abgesehen) den einzigen Markt, der groß genug  ist die Gier des Giganten  in den kommenden Jahren zu stillen, fallen zu  lassen. Moralische Bedenken hin oder her – Google kann sich das einfach  nicht leisten. Die Größe des Gimperiums* ist in zwischen auch sein  Fluch. Das Tempo, bei dem das Unternehmen immer neue Groodukte*  entwickelt, droht sich zum Bumerang zu entwickeln, weil die Märkte bald  nicht mehr benötigte Absatzzahlen liefern werden können. Die Welt ist  für Google einfach zu klein.</p>
<p>Allerdings, gibt es Argumente, die  eine (vorübergehende, versteht sich) Scheidung zwischen China und Google  bewirken könnten. Erstens ist es der Marktanteil von Google in China:  25% von 340 Millionen Nutzern. Lese oben – für Google Maßstäbe ist das zu  wenig. Zweitens, Google muss eine vernünftige „Defence Strategy“  ausarbeiten. Offensichtlich hat man die Gegner bis dato gewaltig  unterschätzt. Dies wird Geld (kein Problem) und Zeit (großes Problem)  kosten.</p>
<p>Ein Rückzug aus China ist jedoch wenig wahrscheinlich,  weil es so gut wie sicher ist, dass es keine Rückfahrt geben würde. Wir  können uns das zwar schwer vorstellen, aber es könnte eines Tages  jemanden geben, der noch Googligantischer* ist und mit Sicherheit aus  China kommt. Und das weiß man in Mountain View. Ein Ausstieg aus dem chinesischen Markt taugt höchstens als eine PR-Aktion- und zwar als eine  leichtsinnige.</p>
<p><strong>*</strong> siehe <a title="Wörterbuch neue Medien - Deutsch" href="http://hypercommerce.de/woerterbuch/">Wörterbuch</a></p>
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		<title>Hat Google noch einen Plan? Thomas Kaiser, Geschäftsführer von cyberpromote im Interview</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 07:37:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Googloogie]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberpromote]]></category>
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		<category><![CDATA[SEO]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschienenoptimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Kaiser]]></category>
		<category><![CDATA[Trends]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Kaiser, Sie sind seit 12 Jahren im SEO Geschäft tätig. Wie geht es 2009 weiter mit Cyberpromote? Ich möchte nicht zuviel verraten, aber wir stecken viel Energie in neue Technologien, Produkte und Dienstleistungen, und so wie es aussieht, wird 2009 noch einiges davon auf den Markt kommen. Dabei wird es auch neues für den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_144" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2009/03/Thomas_Kaiser.jpg"><img class="size-full wp-image-144" title="Thomas_Kaiser" src="http://hypercommerce.de/wp-content/uploads/2009/03/Thomas_Kaiser.jpg" alt="Thomas Kaiser" width="150" height="198" /></a><strong> </strong><p class="wp-caption-text">Thomas Kaiser</p></div>
<p><strong>Herr Kaiser, Sie sind seit 12 Jahren im SEO Geschäft tätig. Wie geht es 2009 weiter mit Cyberpromote?</strong></p>
<p>Ich möchte nicht zuviel verraten, aber wir stecken viel Energie in neue Technologien, Produkte und Dienstleistungen, und so wie es aussieht, wird 2009 noch einiges davon auf den Markt kommen. Dabei wird es auch neues für den Bereich SEO geben. Ein paar andere Dinge werden in eigenständige Unternehmen einfliessen. Aus SEO heraus entstehen viele neue Fragen, die zu neuen Angeboten führen, die im Umfeld von SEO eine Rolle spielen wie Usability und Webcontrolling.</p>
<p><strong>Die Wirtschaftskrise ist allgegenwärtig, die Prognosen für den SEO Bereich allerdings recht gut. Woran liegt es?</strong></p>
<p>Ganz einfach: SEO gilt als das effizienteste Instrument zur Neukundengewinnung, das ist auch durch verschiedene Studien belegt. Wer hier spart, spart sicher am falschen Ende.<span id="more-142"></span></p>
<p><strong>Wenn wir Suchmaschienenoptimierung sagen, dann meinen wir Google. Wie beurteilen Sie die Entwicklung von Google-Suchergebnissen in den letzten 2-3 Jahren?</strong></p>
<p>Die Qualität hat sich durchaus noch etwas verbessert, aber vor allem wurde es immer schwieriger, Google auszutricksen. Der Spam in den Ergebnissen hat sich deutlich reduziert, und das steigert ja auch die Qualität. Vieles schlummert aber noch in den Laboren von Google und kann nicht umgesetzt werden, da Google derzeit noch sehr auf den Resourcenverbrauch der Algorithmen achten muss. Da Rechenleistung und Speicher kontinuierlich günstiger werden, werden wir sicher in Zukunft weitere Algorithmen einfliessen sehen. Da können dann nur noch die steigenden Energiekosten dazu führen, dass rechenintensive Verfahren aussen vor bleiben müssen.</p>
<p><strong>Google führt recht viele neue Features ein und testet vieles. Wird es dadurch leichter oder schwieriger entsprechende Platzierungen zu erreichen?</strong></p>
<p>Generell wird es schwieriger, allein schon deswegen, weil die Google eigenen Angebote verstärkt in den Ergebnissen auftauchen. Die Links zu News oder Videos, die &#8220;Universal Search&#8221; bewirkt, dass der Platz ganz oben immer enger wird.</p>
<p><strong>Google behauptet, dass es keine Probleme mit doppelten Content gibt, führt jedoch den „canonical“ Link. Ein Widerspruch?</strong></p>
<p>Natürlich gibt es Probleme mit doppeltem Content, und ich vermute mal, dass der canonical Link das Problem nur begrenzt lösen wird. Wir erleben ja tagtäglich die Probleme und ich könnte genügend Beispiele zeigen, die Widersprüche der Suchmaschinen-Algorithmen aufzeigen. Und Google wird sicher den &#8220;canonical&#8221; Link nicht absolut befolgen, sondern auch stets seine eigen &#8220;Logik&#8221; zu Rate ziehen, um zu entscheiden, welcher Inhalt nun das Original ist.</p>
<p>So stellt sich alleine die Frage, was passiert, wenn ich eine Website unter einer anderen Domain kopiere und dort überall den &#8220;canonical&#8221; Link einbaue, der in der Original-Website fehlt. In der Vergangenheit haben solche Kopien schon zu Problemen bei den Platzierungen geführt, die vielleicht dadurch noch verschärft werden. In jedem Fall kann man nur für jede Website empfehlen, den &#8220;canonocal&#8221; Link in die eigene Website einzubauen. Dabei sollte man sich aber vorher genau damit beschäftigen. Ich befürchte, dass in vielen Websites dieser Link einfach mal pauschal für alle Seiten eingebunden wird.</p>
<p><strong>Außerdem behauptet Google, alle Webseiten-Betreiber haben die gleiche Chance, vorausgesetzt sie halten sich an die „Regeln“. Würden Sie diese Behauptung vorbehaltlos unterschreiben oder glauben Sie, dass die „Wichtigkeit“ der Seite nicht nur bei den Suchergebnissen, sondern auch bei der Indexierung eine Rolle spielt?</strong></p>
<p>Nach meiner Erfahrung kann man auch mit einer kleinen Website, die eine geringe Bedeutung hat, gute Ergebnisse für Nischenbegriffe, sprich Begriffskombinationen und wenig gesuchte Begriffe erzielen.Ich denke schon, dass Google hier &#8220;gerecht&#8221; vorgeht. Dies dürfte aber im Einzelfall stets eine sehr subjektives Empfinden sein. Schliesslich dürften alle gut platzierten das als &#8220;gerecht&#8221; empfinden und alle schlechter platzierten als &#8220;ungerechter&#8221;. Ich denke aber schon, dass für eine möglichst hohe Qualität der Ergebnisse man auf eine &#8220;Chancengleichheit&#8221; der Algorithmen bei Google achtet. Klar ist allerdings auch, dass es letztlich auch eine Frage des Geldes ist und wer am geschicktesten seine Platzierungen beeinflusst. Wir als Agenturen haben natürlich auch die Aufgabe, Webseiten so zu optimieren, dass die Suchergebnisse besser werden, und nicht schlechter.</p>
<p><strong>Zweifellos hat Google eine enorme wirtshaftliche Macht. Können wir noch auf das berühmte „don’t be evil“ vertrauen?</strong></p>
<p>Also mal ehrlich, wer glaubt denn schon den Claims und Leitlinien von Unternehmen? Sicherlich hatte Google mal vor vielen Jahren den Status des &#8220;Underdogs&#8221;, aber der ist doch heute in weiter Ferne. Und seit der Kooperation mit den chinesischen Behörden ist das endgültig vom Tisch. Was nicht heisst, dass Google &#8220;böse&#8221; wäre, aber ich würde sagen, es ist ein Großkonzern wie viele andere in der Branche und agiert auch dementsprechend.</p>
<p><strong>Welche sind die wichtigsten SEO Trends und Herausforderungen 2009 aus Ihrer Sicht?</strong></p>
<p>Die lokale Suche und die regionalisierten Ergebnisse sind wohl die größte Herausforderung. Zudem wird das Thema Abstrafungen durch Google insbesondere durch den Linkkauf stärker in den Fokus rücken. Nachdem Google sich sogar selbst deswegen abgestraft hat (http://www.google.co.jp) werden wir hier vielleicht noch einige Überaschungen erleben.</p>
<p><strong>Herr Kaiser, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.</strong></p>
<p>Dipl.-Ing. Thomas Kaiser ist Gründer und Geschäftsführer der <a title="Cyberpromote GmbH" href="http://www.cyberpromote.de/">cyberpromote GmbH</a>. Er studierte Elektro- und Informationstechnik sowie Arbeits- und Wirtschaftswissenschaften an der TU München und gründete bereits mit 23 Jahren sein erstes Unternehmen. Am Lehrstuhl für Datenverarbeitung entwickelte er 1996 den ersten MPEG-2 Videokodierer für Windows.</p>
<p>Die Ideen für eine Optimierung einer Homepage flossen in eine Software, welche seit 1997 unter dem Namen RankIt!! erhältlich ist. Es war die erste deutsche Software dieser Art. Thomas Kaiser hielt Vorträge für Seminar-Anbieter wie Advanstar, ManagementCircle, Jupiter Events oder IIR und schrieb zahlreiche Fachartikel. Er ist Autor des Buches &#8220;Effizientes Suchmaschinen-Marketing&#8221; aus dem Business Village Verlag.</p>
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