Apple

Apple Inc. als Hersteller von elektronischen Geräten im Computer- und Unterhaltungssektor, Betriebssystemen und Software, gilt aktuell (Okt. 2011) als eins der wertvollsten Unternehmen der Welt. Die Firma mit dem angebissenen Apfel als Logo hat ihren Stammsitz in Cupertino im US-Bundesstaat Kalifornien. Das Unternehmenskonzept war ursprünglich auf PCs ausgerichtet, erweiterte aber seine Produktionsbereiche in den letzten Jahren auf tragbare Digitalabspielgeräte (iPods), Tablet-Computer (iPades) und iPhones.

Anfänge von Apple

Die wechselvolle Geschichte Apples begann im April 1976 mit der Gründung der Firma von Steven Wozniak, Ronald Wayne und Steve Jobs mit einem geringen Gründungskapital von weniger als 1800 Dollar. Wozniak konzipierte in Zusammenarbeit mit Jobs die ersten Computer. Während der Apple I nur rund 100 Kaufinteressenten erreichte, konnte der Nachfolger, der Apple II, bis Mitte der 1980er um die zwei Millionen Käufer finden. Er gilt mit Fug und Recht als erster Welterfolg von Apple auf dem Computermarkt. Beide Computermodelle wiesen aber noch nicht die berühmte Benutzerfläche von Apple auf, hatten aber im Falle des Apple IIgs bis weit in die 1990er Jahre wegen seiner Audiomöglichkeiten noch durchaus Zuspruch.

Entwicklung der Grafischen Benutzeroberfläche

Grundlagen für eine grafische Benutzeroberfläche wurden von Xerox mit der vom PARC-Forschungszentrum (Palo Alto Research Center) entwickelten graphisch orientierten Benutzeroberfläche (GUI) geschaffen. Steve Jobs erkannte das revolutionäre Potential und die geschäftliche Bedeutung dieser Neuentwicklung und übernahm von der Firma Xerox, die für diese Technik keine weitere Verwendung sah, die Rechte an der Verwertung der PARC-Graphikoberfläche. Die Ausgestaltung, weitere Entwicklung und Bereitstellung dieser neuen Technik für Personal Computer wurde von Apple vorgenommen, insbesondere durch den Einsatz von Steve Jobs.

Die Entwicklung von GUI war im Computerbereich eine sensationelle Entwicklung, auf der alle heutigen Benutzeroberflächen beruhen. Microsoft-Personal-Computer beispielsweise klebten noch längere Zeit am DOS-Betriebssystem, das Tastenkombinationen und Kommandozeilen benötigte. Elemente der neu entwickelten grafischen Oberfläche für Personal Computer waren Pull-down-Menüs, ein Desktop, der an Schreibtische erinnert. Doppelklickmöglichkeiten mit der Maus sowie „Drag and Drop“, womit Benutzer Dateien bewegen und platzieren konnten. User waren nun in der Lage, mit sehr einfachen Mitteln einen Computer zu bedienen. Zur Standardisierung der GUI-Gestaltung wurden für Programmierer Leitlinien für Benutzerschnittstellen entwickelt („Human Interface Guideline“), die dazu führten, dass die Anwendungen hinsichtlich der Bedienungsstruktur und des Aussehens stabil blieben.

Der Mac

Mit dem ersten Macintosh („Mac“) vom Jahre 1984, einer Sparversion des „Lisa“, wurde die graphische Benutzeroberfläche zum ersten Male einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und konnte die Massenproduktion aufnehmen. Der Mac 128 K, der von Steve Jobs entwickelt wurde und 128 Kilobyte Arbeitsspeicher sowie einen integrierten Monitor enthielt, war ein für damalige Verhältnisse vergleichsweise teures Gerät und galt als „Mercedes“-Ausgabe in der Welt der Personal Computer. Erst die Nachfolgemodelle des Macintosh führten dazu, dass sich Apple am PC-Markt vom exklusiven Nischendasein befreien konnte. Nach einer länger andauernden Krise, die durch die Stagnation hinsichtlich des als veraltet geltenden Betriebssystems in den 90ern begann, wurde 1996 mit dem Ankauf des Unternehmen NeXT von Steve Jobs und dessen neuartiges Betriebssystem „NeXTStep/OPENSTEP“ Grundlagen für die zukünftige Entwicklung neuer Betriebssysteme bei Apple geschaffen.

Steve Jobs

Steve Jobs, der am 05. Oktober 2011 nach einem langen Krebsleiden im Alter von 56 Jahren verstarb, ist, wie oben bereits angesprochen, einer der Väter von Apple und deren Legende und Identifikationsfigur. Zusammen mit seinem Freund Steve Wozniak baute er in einer Garage zunächst mehr oder weniger „dilettantisch“ den ersten Apple-Computer, der dennoch funktionsfähig war, und holte mit dem Apple II den ersten weltweiten Erfolg für Apple-Computer. Kurz nach der Vorstellung des ersten Macintosh trennte sich Jobs im Herbst 1984 im Streit von der Firma und kehrte 1996 mit neuen Ideen, die er aus der Zeit mit der Gründung und Entwicklung seiner Firma NeXT und seiner Erfahrung mit der Firma Pixar im Bereich der 3D-Bilder und deren Verwertung in Kinofilmen gewonnen hatte, zurück zu Apple.

Er veränderte das Design der Personal Computer radikal und brachte mit dem iMac mehr Farbe auf den Computermarkt. Im Jahre 2001 entwickelte er den ersten iPod, der die Art und Weise des Musikkonsums durch tragbare Medienabspieler revolutionierte. 2007 folgte die Herstellung der ersten iPhones. Dieses Gerät erlaubt die Nutzung des Internets und berührungssensitiver Screens, die mit Fingerwischen und Tippen funktionieren. Das seit 2010 auf dem Markt erschienene iPad, ein flacher Tablet-Computer, der ebenfalls einen berührungsempfindlichen Bildschirm bietet und durch „Multi-Touch-Gesten“ gesteuert werden kann, weist ein dem iPhone deckungsgleiches Betriebssystem auf, das iOS. Mit der Vorstellung der zweiten Version des Geräts im März 2011 verabschiedet sich Steve Jobs als Geschäftsführer (GEO) von der Applebühne. Jobs Ausspruch, dass die Menschen erst dann ihre Wünsche erkennen, „wenn man es ihnen zeigt“, wurde zum geflügelten Wort in der Computerwelt. Er ist es, der Apples Glanz und fortdauernde Exklusivität gegeben hat.

Kritik an Apple

Der Firma wurden von verschiedener Seite Vorwürfe wegen Dumpinglöhnen und zu belastenden Arbeitsbedingungen besonders in den asiatischen Produktionsstätten gemacht. Die Firmenleitung von Apple versuchte, diese Probleme durch entsprechende Anweisungen hinsichtlich besserer Arbeitsbedingungen zu lösen und verpflichtete sich, künftig besonders deutlich angemessenere Arbeitsbedingungen einzufordern.

Auch hinsichtlich des Umweltschutzes wurde u. a. von Greenpeace Kritik an Apple laut. Nach einer Stellungnahme von Jobs kurz nach Bekanntwerden dieser Vorwürfe setzte sich die Firma dafür ein, künftig giftige Materialien so gering wie möglich zu verwenden.