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	<title>Medienkompetenz Blog &#187; Feuerbachstr.</title>
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	<description>Blog für Medienkompetenz, Kommunikation und Medienkritik</description>
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		<title>Ick schraub doch nich’ anderer Leute Jurken! &#8211; von Kundenbedürfnissen, Fahrrädern und einem Kleid</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 11:28:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
				<category><![CDATA[e-Commerce]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt Tage, an denen man einfach gut drauf ist. Samstag, der 19.09.2009 war so ein Tag. Sonnig und warm, spätsommerlich, wie geschaffen, um sich nach einer Shopping Tour in der Schloßstraße* in einem der unzähligen Cafeés zu entspannen. Es sind nun mehr als 11 Jahre, dass ich mit meiner Familie in Reichweite vom Rathaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Tage, an denen man einfach gut drauf ist. Samstag, der 19.09.2009  war so ein Tag. Sonnig und warm, spätsommerlich, wie geschaffen, um sich  nach einer Shopping Tour in der <strong>Schloßstraße*</strong> in einem der unzähligen Cafeés zu entspannen. Es sind  nun mehr als 11 Jahre, dass ich mit meiner Familie in Reichweite vom  Rathaus Berlin-Steglitz lebe. Und ich lebe gerne hier. Seit Kurzem besitze ich ein Fahrrad und lerne auch all die schönen – mir bis dato verborgenen -Seiten des Berliner Südens (Steglitz + Zehlendorf)  kennen.</p>
<p>Bei aller Begeisterung für die 1 M(ann)S(tärke) Fortbewegung, sind mir  die 24 Gänge Schaltung, der Nabendynamo und, was weiß ich alles  vollkommenes  Neuland. Also tat ich das, was ich als Autofahrer 30 Jahre lang tat –  ich fuhr zu einem Fachmann. Prämisse dabei: Du bewegst dich im  Straßenverkehr, ergo vergewissere dich, dass dein Fahrzeug richtig-  verkehrssicher und technisch einwandfrei eingestellt ist. Also, schnell  gegoogelt und einen „Fachmann“ in der <strong>Feuerbachstr.**</strong> gefunden. Einen, für den „Zufriedenheit des Kunden das oberste Ziel  ist“, dachte ich.<span id="more-36"></span></p>
<div id="attachment_47" class="wp-caption alignnone" style="width: 680px"><a href="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2009/10/fahrrad_steglitz_1.jpg"><img class="size-full wp-image-47" title="fahrrad_steglitz_1" src="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2009/10/fahrrad_steglitz_1.jpg" alt="Fahrradladen Steglitz Komepage" width="670" height="324" /></a><p class="wp-caption-text">Das ist ein Wort. Oder?</p></div>
<p>Beim Betreten des Ladens sah ich einen Herrn hinter der Theke,  offensichtlich zu beschäftigt mich zu begrüßen, obwohl ich definitiv der einzige Kunde im Laden war. Auf die Frage, ob es möglich sei einen  Service-Termin für das Einstellen und Überprüfen des Fahrrads zu bekommen folgte: <em>„Das haben Sie wo anders gekauft! Warum  sollt’ ich det tun wenn ick selber verkoofe?“</em> Und, wortwörtlich: <em>„Ick schraub doch nich anderer Leute  Jurken!“</em> Völlig geplättet verließ ich den Laden. Was war da los?  Und warum ist es so wichtig, dass ich darüber schreibe? Neulich schrieb  Anne M. Schüller, führende Expertin für Empfehlungsmarketing: “Die Kunden flüchten und niemand tut was  dagegen.“ Tja, mancher tut was dafür!</p>
<p><strong>Vorbei an Kundenbedürfnissen</strong></p>
<p>So  wie Karstadt mit Quelle. Wie lange hat man eine verfehlte Produkt- und  Preispolitik für ein übermächtiges Erfolgskonzept gehalten? Auch dann wenn es schon abzusehen war, dass der schöne Schein auf dem Boden der  Tatsachen aufschlagen wird? Wie lange hat man vorbei an den Bedürfnissen  der Kunden gehandelt? Wie viele Entwicklungen auf dem Markt hat man  verpasst? Da fällt mir die Geschichte wieder ein, wie meine Frau vor  etlichen Jahren ein Kleid für unsere Tochter in einem Quelle-Laden  bestellte und nie bekam, weil es zuerst „noch nicht lieferbar“ und ein  Jahr später „nicht mehr lieferbar“ war. In zwischen  hatte sie drei  Gutscheine zw. 5 und 15 Euro als Entschuldigung von Quelle bekommen und  eine sehr herzliche Freundschaft mit der Betreiberin des Ladens  entwickelt. Nur das Kleid, das bekam unsere Erstgeborene nie.</p>
<div id="attachment_49" class="wp-caption alignleft" style="width: 470px"><a href="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2009/10/fahrrad_steglitz_2.jpg"><img class="size-full wp-image-49" title="fahrrad_steglitz_2" src="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2009/10/fahrrad_steglitz_2.jpg" alt="Fahrad Steglitz bei Google" width="460" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Google Ausgabe für: fahrrad+steglitz</p></div>
<p>Es gibt immer mehr Radfahrer in unseren Städten. Die Fahrrad-Läden aller  Art sind an jeder Ecke zu finden. Ein boomendes Geschäft, so wie es  aussieht. Der Verkauf von neuen Fahrrädern wird sich schnell einpegeln  auf einem mehr oder weniger stabilen Level. Dafür wird die Nachfrage nach Dienstleistungen rund um das Fahrrad (Reparatur, Ersatzteile,  Tuning, etc.) steigen. Der Konkurrenzkampf tobt schon  und er wird immer  schärfer. Gebe ich bei Google: <a title="fahrrad  steglitz" href="http://www.google.de/search?q=fahrrad+steglitz">fahrrad+steglitz</a> ein, bekomme ich schon an die 60.000 Einträge. Die Topplatzierten wissen  offensichtlich schon, wie man heute neue Kundschaft findet. Die Probleme fangen bei manchen an, wenn der Kunde schon im Laden ist, wie  ich erfahren durfte.</p>
<p>Auf der Homepage des besagten Ladens finde  ich auch Folgendes: „Wir reparieren  fast jedes Fahrrad unabhängig davon, ob Sie es bei uns oder woanders  gekauft haben. Allerdings möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir uns  am Stand der Technik orientieren. Deshalb behalten wir uns vor, einen  Reparaturauftrag, der nach unserer Auffassung aus Kosten– oder  Sicherheitsgründen nicht sinnvoll erscheint, abzulehnen.“ Aha,  das wollte mir der freundliche Herr vermitteln also! „Jurke“ heißt also „nicht sinnvoll erscheint“ oder so  :=). Und weiter: „Möchten Sie einen  Wunschtermin? Schicken Sie uns eine Mail.“ Und spätestens hier  wird mir mein Fehler klar: Ich hätte nicht einfach so hingehen dürfen, um zu fragen, ob ich mein Geld dort lassen darf. Ich hätte vorher eine  Mail schicken sollen.</p>
<p>Ich werde mein Fahrrad jedenfalls wo anders  checken lassen. Ich hab ja bis zum Frühjahr Zeit, eine Fachwerkstatt zu  finden, die sich nicht zu schade ist meine „Jurke“ zu durchleuchten.  Vielleicht auf der Seite 2 oder 3 bei Google. Besser noch, ich frage bei  Bekannten und Freunden, welchen Laden die empfehlen. Wenn ich einen  gefunden habe, schreibe ich darüber. Hoffentlich.</p>
<p><strong>* Schloßstraße</strong> ist eine bekannte  Einkaufsstrasse in Berliner Stadtteil Steglitz<br />
<strong>** Feuerbachstraße</strong> befindet sich in  unmittelbarer Nähe der Schloßstraße<a name="comments"><br />
</a></p>
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