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	<title>Medienkompetenz im Netz &#187; Mediengestaltung</title>
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	<description>Blog für Medienkompetenz, Kommunikation und Medienkritik</description>
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		<title>Mediale Entgleisungen, geistige Armut und der Tod</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 09:18:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Darf man ein Bild von einem Toten auf der Titelseite abdrucken? Die Frage aller Fragen der vergangenen Woche. Die Diskussionen über die taz Titelseite vom 11.01. zeigen einmal mehr das Dilemma des journalistischen Umgangs mit Gewalt und Tod. So empört &#8230; <a href="http://medienkompetenz-blog.de/mediale-entgleisungen-geistige-armut-tod/">Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Darf man ein Bild von einem Toten auf der Titelseite abdrucken? Die Frage aller Fragen der vergangenen Woche. Die <a class="fadeout" href="http://blogs.taz.de/hausblog/2011/01/15/mit-bildern-effekte-erzielen/">Diskussionen über die taz Titelseite vom 11.01.</a> zeigen einmal mehr das Dilemma des journalistischen Umgangs mit Gewalt und Tod. So empört es sich mancher Vertreter der Generation „ist mir Egal solange es mich persönlich nicht trifft“ über solche „unnötigen Entgleisungen“. Ein anderer Angehöriger der Species „Globalisierung hört aber bei meinem Wohlbefinden auf“ will gleich der taz unterstellen sie vernachlässige die Informationspflichten und manipuliert dadurch die Leserschaft, u.s.w.</p>
<p>Hauptsächlich geht es um die Frage darf eine Zeitung bzw. ein Medium das sich investigativen Journalismus auf die Fahne geschrieben hat, das mediale Potenzial solcher Bilder nutzen um ein Effekt gezielt zu erzeugen. Gibt es die Grenzen dabei? &#8211; fragt die Redaktion und ruft ihre Leser auf ihrer Meinung kund zu tun.<span id="more-771"></span></p>
<div id="attachment_775" class="wp-caption aligncenter" style="width: 680px"><a href="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2011/01/taz-titelbild-11-01-2011.jpg?9d7bd4"><img class="size-full wp-image-775  " title="taz-titelbild-11-01-2011" src="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2011/01/taz-titelbild-11-01-2011.jpg?9d7bd4" alt="Titelbild der taz vom 11.01.2011 - Gestaltung als Postkarte" width="670" height="450" /></a><p class="wp-caption-text">Stein des Anstoßes ~ taz  Titelbild vom 11. Januar 2011 Quelle: taz</p></div>
<p>Von den Ausgüssen kleinbürgerlicher Überheblichkeit („wir sollten an die Kinder denken, solche Bilder können ein Unwohlsein auslösen“) und maßloser Arroganz („hat sich schon jemand über die Würde des Toten Gedanken gemacht?“) mal abgesehen, brachte die darauf entbrannte Diskussion auch einige recht interessante Meinungen und eine Menge guter Argumente pro und contra.</p>
<p>Ob ich eine Meinung dazu habe? Sicher, darum geht es mir im Augenblick aber gar nicht. Woran ich gerade denke ist: Wie war sein Name? Dieser verstörend blutige und unpassend tote Junge, dessen Anblick auf der taz Titelseite eine gewisse Frauke mit der Abbildung von Halbnackten Frauen in den Tageszeitungen vergleicht, weil beides, ah Gott, so menschenunwürdig ist.</p>
<p><strong>Wie war sein Name?</strong></p>
<p>Die modernen Kommunikationswege lassen die Menschheit enger zusammenrücken. Zumindest in diesem Teil der menschlichen Population die ein Gehirn vorweisen kann wächst das Bewusstsein das die Globalisierung nicht nur Vorteile beim Discounter sondern auch die Verantwortung für einander mit sich bringt.</p>
<p>Wie manche Leute schon richtig bemerkt haben, so ein Foto ist einfach nur eine Information, nicht mehr und nicht weniger. Ein Beleg für die Geschichte. Sollten wir nicht endlich akzeptieren das der sogenannte Wahrheitsgehalt einer Information nicht nur Zahlen und Fakten beinhaltet, sondern auch Blut, Elend, Gestank? Sorry, Vorstadtidylle – dieses Gefühl das sie sich gleich übergeben müssen – der ist echt.</p>
<p>P.S. Ein sehr guter Artikel zum Thema ist hier: <a class="fadeout" href="http://fotografiona.wordpress.com/2011/01/21/mit-bildern-affekte-erzielen/">http://fotografiona.wordpress.com/2011/01/21/mit-bildern-affekte-erzielen/</a> zu finden.</p>
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		<title>Sprechen hilft</title>
		<link>http://medienkompetenz-blog.de/sprechen-hilft/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 11:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Multimedia]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Slogan &#8220;Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter&#8221; ruft die Kampagne der Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs Betroffene auf, über den Missbrauch zu sprechen. Darüber hinaus soll die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden. &#8230; <a href="http://medienkompetenz-blog.de/sprechen-hilft/">Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Slogan &#8220;Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter&#8221; ruft die <a class="fadeout" title="sprechen hilft Kampagne" href="http://sprechen-hilft.de/kampagne.html">Kampagne</a> der Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs Betroffene auf, über den Missbrauch zu sprechen. Darüber hinaus soll die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden. Für die visuelle Umsetzung hat man den Altmeister Wim Wenders gewonnen.<span id="more-678"></span></p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://medienkompetenz-blog.de/sprechen-hilft/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
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		<title>Starke Bilder = starke Message</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 14:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Agentur Young &#38; Rubicam aus Frankfurt setzt mit einem neuen Charity-TV-Spot für den Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) ein starkes Zeichen im Kampf gegen häusliche Gewalt. [Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.Klicke zum Blogeintrag um das Video &#8230; <a href="http://medienkompetenz-blog.de/starke-bilder-starke-message/">Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Agentur Young &amp; Rubicam aus Frankfurt setzt mit einem neuen Charity-TV-Spot für den Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (<a class="fadeout" title="Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe" href="http://www.frauen-gegen-gewalt.de">bff</a>) ein starkes Zeichen im Kampf gegen häusliche Gewalt.<span id="more-484"></span></p>
<p>[Im Feed kann dieses Video nicht angezeigt werden.<a href="http://medienkompetenz-blog.de/starke-bilder-starke-message/">Klicke zum Blogeintrag um das Video anzusehen.]</a></p>
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		</item>
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		<title>Medienkompetenz Teil V &#8211; Medienbasiertes Lernen</title>
		<link>http://medienkompetenz-blog.de/medienkompetenz-teil-5/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 06:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>P. Fischer-Piel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Baacke]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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		<category><![CDATA[Mediengestaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Welche curricularen Einbettungen gibt es für Medienkompetenz fördernde Angebote? (Schule, Universitär, FH’s, EWB, Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen.) 5.1 Vermittlungspraxis Fähigkeit zur aktiven Kommunikation Erlernen und Anwenden spezifischer Ausdrucks- und Gestaltungsmöglichkeiten und journalistischer Methoden; Fähigkeit zur aktiven Kommunikation mit audiovisuellen &#8230; <a href="http://medienkompetenz-blog.de/medienkompetenz-teil-5/">Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welche curricularen Einbettungen gibt es für Medienkompetenz fördernde  Angebote?  (Schule, Universitär, FH’s, EWB, Projektarbeit mit Kindern  und Jugendlichen.)<br />
5.1  Vermittlungspraxis</p>
<ul>
<li>Fähigkeit zur aktiven Kommunikation</li>
<li>Erlernen und Anwenden spezifischer Ausdrucks- und  Gestaltungsmöglichkeiten  und journalistischer Methoden; Fähigkeit zur aktiven Kommunikation mit  audiovisuellen Medien von der Planung und Recherche über die Produktion  und Gestaltung  bis zur Fähigkeit der Verbreitung eigener audiovisueller Erzeugnisse.</li>
<li>Kenntnis der technischen und organisatorischen Bedingungen</li>
<li>Fähigkeit im Umgang mit den technischen und den organisatorischen  Bedingun- gen von der schriftlichen Fixierung bis zur Organisation und Verbreitung  der eigenen  Medienprodukte.</li>
<li>Kompetente Rezeption</li>
<li>Sensibilisierung der eigenen Wahrnehmung, verbunden mit der  Fähigkeit zur Filterung und Analyse audiovisueller Informationen</li>
<li>Vermittlung von Format- und Genrewissen</li>
</ul>
<p><span id="more-94"></span><br />
5.2 Medienbasiertes Lernen<br />
Konzeption  und Gestaltung medienbasierten Lernens: Leitfragen für die  Entwicklung eines virtuellen Lernszenarios, Bedarfserfassung:</p>
<ul>
<li>Welche Inhalte bzw. Kompetenzziele sollen vermittelt werden?</li>
<li>Wieviele Lernende sollen geschult werden?</li>
<li>Verfügen diese über ausreichend technische und methodische  Kompetenzen, um  Neue Medien für ihr Lernziel erfolgreich nutzen zu können?</li>
<li>Welche organisatorischen Rahmenbedingungen sind zu  berücksichtigen?</li>
</ul>
<p>Konzeptentwicklung</p>
<ul>
<li>Welche Vermittlungsmethoden sollen angewandt werden? Systematische  darbietende Wissensvermittlung (Vorlesung, Frontalunterricht) oder  problemorientierter  Wissenserwerb (Übung, Praktikum, Seminar)?</li>
<li>Welche Form des Medieneinsatzes soll realisiert werden?  (Anreicherungskonzept,  integratives Konzept, virtuelles Konzept)</li>
<li>Wie soll die gesamte Lehrveranstaltung organisiert sein?</li>
<li>Welche Kommunikationskanäle sollen genutzt werden und wofür?</li>
<li>Welche Möglichkeiten soll die medienbasierte Lernumgebung bieten?</li>
</ul>
<p>Ressourcenplanung</p>
<ul>
<li>Notwendige personellen Ressourcen für eine qualitativ hochwertige  Realisierung  der medienbasierten Veranstaltung</li>
<li>Erforderliche Infrastruktur, Hardware, Software</li>
<li>Zeitraum der Realisierung</li>
</ul>
<p>Rollenverteilung und  Qualifizierungsplan</p>
<ul>
<li>Über welche notwendigen Voraussetzungen verfügen die Lernenden?  Welche Ein- schulungsmaßnahmen sind erforderlich?</li>
<li>Welche Rollen und Aufgaben übernehmen Lehrende?</li>
<li>Erforderliche Kompetenzen von Tutoren</li>
<li>Erforderliche Kompetenzen von Autoren</li>
<li>TechnikexpertInnen zur Einrichtung und Wartung der erforderlichen  Hard- und  Software-Tools</li>
</ul>
<p>Contententwicklung</p>
<ul>
<li>Empfehlungen zur Vorgehensweise bei der Contententwicklung</li>
<li>Gestaltung von selbstinstruierenden Online-Materialien Kontinuierliche Betreuung der Lernenden</li>
<li>Strategien zum Schnittstellenmanagement</li>
<li>Unterstützung in technischen, methodischen und inhaltlichen Fragen</li>
<li>Möglichkeiten und Anregung zur Teamarbeit</li>
<li>Unterstützung beim Aufbau von Lernstrategien</li>
</ul>
<p>5.3 Projekte / Projektarbeit /  Themenauswahl</p>
<ul>
<li>Medienkompetenz als zentrales Operationsfeld von Projekten</li>
<li>Neue Medien und kulturelle Bildung  • Medienkompetenz als präventiver Jugendschutz</li>
<li>Projekte als Formen der Medienarbeit</li>
<li>Alice im Cyberland</li>
<li>Baukasten &#8220;Kinder und Werbung&#8221;. Medienkompetenz für Kindergarten,  Grund- schule und Familie</li>
<li>Das digitale Kinder− und Jugendmuseum</li>
<li>Games bis Augen weg</li>
<li>In eigener Regie</li>
<li>news 4u – Journalistentraining für Youngster</li>
</ul>
<p>5.4. Praktischer Ansatz: Lernen  durch Zeichenarten</p>
<p>1. Das  Bild: Das Bild &#8211; bildet das Objekt mit hoher Übereinstimmung ab.  Seine Information kann  unmittelbar erfasst werden. z.B. Fotos, Gemälde, Grafiken.</p>
<p>2.  Das Wappen: Wappen und Fahnen fungieren als Erkennungsmerkmal  oder Zugehörigkeitszeichen  für Gruppen oder Stände. Die Informationsübermittlung erfolgt indirekt,  d.h. erst  nach einem Lernprozess. z.B. Stadtwappen von Dresden oder Fahne der europäischen Gemeinschaft.</p>
<p>3. Das Piktogramm: Unter einem  Piktogramm versteht man &#8211; im erweiterten Sinn &#8211; ein Bildsymbol, im  engeren Sinn ein formelhaftes, für alle Sprachen verständliches Symbol.  Der Begriff  setzt sich aus dem lateinischen &#8220;pictus&#8221; (=Bild) und dem griechischem  &#8220;gramm&#8221;  (=Geschriebenes) zusammen und bedeutet soviel wie schriftliches Bild.  Seine Infor- mation erschließt sich direkt und ist weitestgehend multikulturell  erfassbar. z.B. Piktogramm für Information.</p>
<p>4.  Das Icon: Ein Icon in der Informatik steht für ein bildhaftes  Symbol in einer grafischen Benut- zeroberfläche eines Programms oder einer Anwendung. Mit ihm verbindet  sich  meist eine bestimmte Funktion oder Operation (z.B. dem Zuweisen eines  Attribut- wertes zu einem Absatz). Seine Information erschließt sich im  Zusammenhang oder  Zusammenspiel mit dem Objekt. z.B. Icon des Internet-Explorer.</p>
<p>5.  Die Schrift: Die Schrift ist die abstrakteste und  multivariabelste Zeichenform. Sie wird in ihrer  Vielfältigkeit von keinem  Zeichen erreicht. Seine Information muss  erlernt werden  und erschließt sich über einen Dekodierungsprozess indirekt. z.B. Garamond.</p>
<p>6. Das Signet:  Ein Signet ist eine Kennzeichnung des Produktes oder der Leistung einer  Institution  mittels sprachlichem (Schrift) oder bildlichem Mittel. Die  Informationsübermittlung  erfolgt indirekt nach einem Lernprozess.z.B. Schriftzug Coca Cola oder  Nike &#8211; Signet.</p>
<p>7. Das Symbol: Symbole sind visuelle  Zeichen, die keinen direkten Bezug oder  mit dem darzustel- lenden Objekt haben. Seine Information muss erlernt werden. z.B. Additionszeichen.</p>
<p>8. Das  Signal: Signale werden immer dort benötigt und eingesetzt, wo ein  Handeln oder unmittel- bares Reagieren auf eine Gefahr, ein Verbot oder eine Anweisung erfolgen  soll. Die  Informationsübertragung erfolgt weitestgehend direkt und besonders mit  dem Mit- teln von Farbe und Form. Manchmal ist aber auch ein Lernprozess  notwendig. z.B. Gefahrenzeichen und Verkehrszeichen.</p>
<p>9: Das Diagramm: Diagramme sind  Zeichen zur Darstellung von Sachverhalten und Abläufen. Dia- gramme visualisieren meistens Zahlen und Statistiken. Die  Informationsübermittlung  erfolgt direkt. z.B. Liniendiagramm des DAX, Hertzsprung-Russell-Diagramm.</p>
<p>10. Die Karte: Karten sind  geografische oder topografische Darstellungen. Erkennbare Formen  werden als Umrisse dargestellt. Die Informationsübermittlung erfolgt  direkt. z.B. Stadtplan von Dresden oder Wetterkarte von Deutschland.</p>
<p><a title="Medienkompetenz Teil VI" href="http://hypercommerce.de/medienkompetenz-teil-6/">Medienkompetenz Teil VI – künstlerisch intendierte Medienprojekte</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Medienkompetenz Teil II &#8211; Was versteht man unter &#8216;Medienkompetenz&#8217;?</title>
		<link>http://medienkompetenz-blog.de/medienkompetenz-teil-2/</link>
		<comments>http://medienkompetenz-blog.de/medienkompetenz-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 May 2009 12:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>P. Fischer-Piel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Baacke]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[In vielen gesellschaftlichen Bereichen gilt Medienkompetenz als eine der Schlüsselqualifikationen von Gegenwart und Zukunft. Die Forderung, die mit diesem Begriff gestellt wird, ist die Befähigung von Menschen, sich in einer immer mehr von Medien durchdrungenen Welt kompetent orientieren zu können. &#8230; <a href="http://medienkompetenz-blog.de/medienkompetenz-teil-2/">Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In vielen gesellschaftlichen Bereichen gilt Medienkompetenz als eine der  Schlüsselqualifikationen von Gegenwart und Zukunft. Die Forderung, die  mit diesem Begriff gestellt wird, ist die Befähigung von Menschen, sich  in einer immer mehr von Medien durchdrungenen Welt kompetent orientieren  zu können. Das Spektrum der Medienkompetenz ist entsprechend breit  gestreut. Es reicht vom praktischen Umgang mit Medienangeboten im Alltag  über das Wissen um technische, historische, politische, kulturelle,  ökonomische und nicht zuletzt ethische Bedingungen, d.h..  Medienkompentenz umfasst alle gesellschaftlich-kulturellen Belange des  Lebens.<span id="more-55"></span></p>
<p>Es gilt, die Anforderungen und Wirkungen verschiedener Mediensysteme zu  kennen, die Fähigkeit zu besitzen, medial vermittelte Wirklichkeiten zu  reflektieren und  mit Medien aktiv kommunizieren zu können. Somit sind Entscheidungs- und  Handlungskompetenzen des Einzelnen gefordert, damit möglichst jeder  sowohl an individueller als auch an kollektiver Medienkommunikation  aktiv und autonom teilhaben  kann. Der Schwerpunkt, der in diesem Zusammenhang diskutiert wird,  konzentriert  sich gegenwärtig auf die Vermittlung praktischer Medienkompetenzen. Wir  gehen  aber weiter und fragen auch nach den Auswirkungen dieser Bedingungen für  die  künstlerische Reflexion einerseits, und den künstlerischen  Produktionsprozess andererseits.</p>
<p>Blickt man zurück auf die  Geschichte des Begriffs “Medienkompetenz” (und in dem  Zusammenhang auch auf die Medienpädagogik als ihre Vermittlungsinstanz),  sind  bestimmte Strömungen und Zyklen erkennbar. Diese Zyklen sind immer auch  Ausdruck ihres jeweiligen gesellschaftspolitischen und  kulturell-ästhetischen Kontextes.</p>
<p>Ursprünglich stellten die  „Massenmedien“ den Hauptgegenstand der Diskussion  dar. Bereits in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stellte  Brecht ganz  konkrete und pragmatische Forderungen zur Befähigung des einfachen  Bürgers in  der Anwendung und Nutzung der Medien, indem er 1927 eine  Demokratisierung  des Rundfunks forderte. Siegfried Kracauer konstatierte im gleichen  Jahr: “In den  Illustrierten sieht das Publikum die Welt, an deren Wahrnehmung es die  Illustrierten  hindern.” (aus “Die Fotografie”, Frankfurter Zeitung, 1927). Und Walter  Benjamin &#8211;  dessen Begriff der Aura uns bis heute beschäftigt &#8211; fügt 4 Jahre später  hellsichtig  hinzu: “Nicht der Schrift-, sondern der Fotografieunkundige wird der  Analphabet  der Zukunft sein” (1931, Kleine Geschichte der Fotografie).</p>
<p>War  bislang also immer von Massenmedien die Rede, kam gegen Ende der 60er  Jah- re im Zusammenhang mit Studentenbewegung und der Revitalisierung  marxistischer  Theorien der Begriff der „Medienkompetenz“ auf. Die Bevölkerung solle,  so forder- te etwa Hans Magnus Enzensberger in Anlehnung an Brecht, überall dabei  sein,  auch bei der Produktion von Medien. Er postuliert in einer zentralen  Stelle seiner  Theorie der Medien: „Ein revolutionärer Entwurf muss nicht die  Manipulateure zum  Verschwinden bringen; er hat im Gegenteil einen jeden zum Manipulateur  zu machen“. Etwas später erklärt Beuys “jeden Menschen” zum Künstler.</p>
<p>Vor  allem sog. “linke Positionen” setzten Anfang der 70er Jahre die  Forderung nach  Demokratisierung der Medien frei und der Begriff Medienkompetenz erfuhr  einen  Bedeutungswandel. Die Medien wurden nun als Gefährdung betrachtet, und  die  Experten, Hochschullehrer und Pädagogen nahmen häufig eine  bewahrpädagogische Grundhaltung ein. Diese regelrechte Angst vor dem  Fernsehen und den neuen  Medien allgemein beruhte auf der Annahme vieler Pädagogen, das Buch sei  das  wertvollere Medium. Man wollte daher die alten Kulturwerte durch  pädagogische  Maßnahmen bewahren (entspricht dem Leitbild humanistischer Bildung).</p>
<p>Durch  handlungsorientierte Pädagogik und Kulturarbeit in den 70er und 80er  Jahren  gewann dann aber eine nicht mehr nur abwehrende Haltung gegenüber den  Medien die Oberhand. Die Medien wurden nun in ihren  gestalterisch-kreativen Potenzialen für die Bildungssozialisation  wahrgenommen. Als Leitbegriffe dominierten jetzt  kommunikative Kompetenz, Lebenswelt, Alltag, authentische Erfahrung,  handeln- des Lernen und vor allem Handlungskompetenz und Medienkompetenz. Durch  handelndes Lernen im Gegenstandsbereich der sozialen Realität sollte in  der Verbindung von Reflexion und Handeln die Realität sowohl angeeignet  als auch mitgestaltet und verändert werden. Studiengänge wie “Visuelle  Kommunikation”, die in den  70er Jahren eingeführt wurden, sind Ausdruck dieses Paradigmenwechsels,  ebenso  wie z.B. der “Subjektive Dokumentarismus” in der Fotografie in den 70er  Jahren.</p>
<p>In den letzten Jahren hat Dieter Baackes Definition von  Medienkompetenz besonde- re Bedeutung erlangt. Baacke gliedert den Begriff in vier Dimensionen:  Medienkritik,  Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Um das komplexe  Begriffsystem anschaulich zu machen, ist folgendes Diagramm hilfreich,  wobei die beiden Aspekte Medienkritik und Medienkunde die Dimension der  Vermittlung umfassen. Die  Dimension der Zielorientierung liegt im Handeln des Menschen. Hierbei  spielt also  die Nutzung von Medien eine gewichtige Rolle.</p>
<table style="border: 1px dashed #b3a389;" border="0" cellspacing="1" cellpadding="3" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td style="border: 1px dashed #b3a389;" colspan="4">MEDIENKOMPETENZ</td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 1px dashed #b3a389;" colspan="2">VERMITTLUNG</td>
<td style="border: 1px dashed #b3a389;" colspan="2">ZIELORIENTIERUNG</td>
</tr>
<tr>
<td style="border: 1px dashed #b3a389;" valign="top">Medienkritik</p>
<ol>
<li>Analytisch</li>
<li>reflexiv</li>
<li>ethisch</li>
</ol>
</td>
<td style="border: 1px dashed #b3a389;" valign="top">Medienkunde</p>
<ol>
<li>informativ</li>
<li>instumentell-qualifikatorisch</li>
</ol>
</td>
<td style="border: 1px dashed #b3a389;" valign="top">Mediennutzung</p>
<ol>
<li>rezeptiv, anwenden</li>
<li>interaktiv, anbieten</li>
</ol>
</td>
<td style="border: 1px dashed #b3a389;" valign="top">Mediengestaltung</p>
<ol>
<li>inovativ</li>
<li>kreativ</li>
</ol>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Medienkritik</strong><br />
soll  analytisch problematische gesellschaftliche Prozesse angemessen  erfassen. Jeder  Mensch sollte reflexiv in der Lage sein, das analytische Wissen auf sich  selbst und  sein Handeln anzuwenden. Die ethische Dimension daran ist, das  analytische Denken und den reflexiven Bezug als sozial verantwortet  abzustimmen und zu definieren.</p>
<p><strong>Medienkunde</strong><br />
umfasst  das Wissen über die heutigen Mediensysteme. Die informative Dimension  der Medienkunde beinhaltet klassische Wissensbestände. Die  instrumentell-qualifikatorische Dimension meint die Fähigkeit, neue  Geräte auch bedienen zu können.</p>
<p><strong>Mediennutzung</strong><br />
ist  doppelt zu verstehen: Medien sollen rezeptiv angewendet werden  (Programm- Nutzungskompetenz) und interaktive Angebote genutzt werden können.</p>
<p><strong>Mediengestaltung</strong><br />
stellt in Baackes  Ausdifferenzierung den vierten Bereich der Medienkompetenz dar.  In den Bereich Mediengestaltung fallen die innovativen Veränderungen und  Entwicklungen des Mediensystems und die kreativen ästhetischen  Varianten, die über  die Grenzen der alltäglichen Kommunikationsroutinen hinausgehen. &#8211; Dies  also  könnte der Kunst zugeschlagen werden.</p>
<p>Es zeigt sich bereits bei  dieser überblicksartigen Betrachtung des Begriffs Medienkompetenz und den Möglichkeiten seiner Vermittlung, dass sich ein  Hauptaspekt  herauskristallisiert: durch aktive (Be-)Nutzung der Medien soll sich  eine Kritikfähig- keit herausbilden, die zum Auswählen unterschiedlicher Medienangebote  genutzt  werden kann. Kurz: Die eigene aktive Arbeit mit einem Medium ermöglicht  dessen  kritische Nutzung im beruflichen und privaten Alltag.</p>
<p><a title="Medienkompetenz Teil III" href="http://hypercommerce.de/medienkompetenz-teil-3/">Medienkompetenz Teil III – Ästhetik als medienpädagogischer Orientierungsrahmen</a></p>
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		</item>
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		<title>PISA extended &#8211; über die Notwendigkeit kultureller Kompetenz Teil III: Warum kulturelle Bildung im Medienzeitalter?</title>
		<link>http://medienkompetenz-blog.de/pisa-extended-ueber-die-notwendigkeit-kultureller-kompetenz-teil-3-warum-kulturelle-bildung-im-medienzeitalter/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 23:43:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>P. Fischer-Piel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Josef Pazzini]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Zunächst ist zu klären, was Kulturelle Bildung ist. Gemäß den Richtlinien des Bundesministeriums für Frauen und Jugend/Kinder und Jugendplan des Bundes vom 20.12. 93 wäre demnach folgende Definition gültig: Kulturelle Bildung soll Kinder und Jugendliche befähigen, sich mit Kunst, Kultur &#8230; <a href="http://medienkompetenz-blog.de/pisa-extended-ueber-die-notwendigkeit-kultureller-kompetenz-teil-3-warum-kulturelle-bildung-im-medienzeitalter/">Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst ist zu klären, was Kulturelle Bildung ist. Gemäß den  Richtlinien des Bundesministeriums für Frauen und Jugend/Kinder und  Jugendplan des Bundes vom 20.12. 93 wäre demnach folgende Definition  gültig: Kulturelle Bildung soll Kinder und Jugendliche befähigen, sich  mit Kunst, Kultur und Alltag phantasievoll auseinanderzusetzen. Sie soll  das gestalterisch-ästhetische Handeln in den Bereichen Bildende Kunst,  Film, Fotografie, Literatur , elektronische Medien, Musik, Rhythmik,  Spiel, Tanz, Theater , Video u. a. fördern. Kulturelle Bildung soll die  Wahrnehmungsfähigkeit für komplexe soziale Zusammenhänge entwickeln, das  Urteilsvermögen junger Menschen stärken und sie zur aktiven und  verantwortlichen Mitgestaltung der Gesellschaft ermutigen.<span id="more-310"></span></p>
<p>Dieser Definition ist unbedingt zuzustimmen, beinhaltet sie doch das  ganze Rüstzeug, um auf die bildungsrelevanten Herausforderungen des  Medienzeitalters angemessen reagieren zu können. Allein ihre  Interpretation resp. praktische Umsetzung legt ein Schatten auf den  sonst so wohlgemeinten Ansatz, der &#8211; wie am Ende aufzuzeigen sein wird &#8211;  im weiten Feld nebulöser Kulturseligkeit verschwinden wird. Bereits  Pazzini &#8211; der dieser Definition explizit zustimmt &#8211; schränkt den  theoretischen Bezugsrahmen für Kulturelle Bildung ein: “Kulturelle Bildung betont die Notwendigkeit  des Bezugs von Bildung auf die unterschiedlichen Künste. Sie ist eine  notwendige Ergänzung zu den technischen Veränderungen durch die neuen  Medien. Ohne den Bezug zu den Künsten können die Chancen der neuen  Medien nicht ausgeschöpft werden. Im Gegenteil, es besteht ohne einen  solchen Bezug die Gefahr der Verdummung und eine schon deutlich  wahrnehmbare Disqualifikation von Arbeitskräften&#8230;&#8230;”</p>
<p>Interessant  ist in diesem Zusammenhang der explizite Bezug der kulturellen Bildung  zur Kunst auf der einen, und die Disqualifizierung ihres Gegenteils &#8211;  “Verdummung” genannt &#8211; auf der anderen Seite. Dies ist für die  Definition des Begriffs “Kultur” von weit reichender Bedeutung, und kann  &#8211; wie wir später sehen werden &#8211; natürlich auch ganz anders gefasst  werden.</p>
<p>Kulturelle Bildung eröffnet die Teilhabe an Werken der  Kunst, an den in ihnen eingeschlossenen Forschungsergebnissen,  Produktionsprozessen und Rezeptionsmöglichkeiten. Sie sensibilisiert für  weit greifende Veränderungsprozesse eben durch die neuen Medien und  macht Zusammenhänge anders als begrifflich deutlich. Kulturelle Bildung  beinhaltet Möglichkeiten und Ressourcen, die in den Wissenschaften,  insbesondere den Naturwissenschaften, der Mathematik und den technisch  ausgerichteten Wissenschaften nicht oder nur untergründig zur Verfügung  stehen.</p>
<p>Wir sehen hier , dass kulturelle Bildung den  Wissenschaften, insbesondere den Naturwissenschaften, der Mathematik und  den technisch ausgerichteten Wissenschaften nicht zugebilligt wird.  Tauglich erscheinen allein die Verfahren der Kunst resp. der ihr  zugrunde liegenden Wissenschaften wie z.B. die Kunstgeschichte, die  Semiotik oder die Medientheorie. Dies steht in einem gewissen Gegensatz  zu den Forderungen der PISA-Kommentatoren.</p>
<p>Die Veränderung und  Innovation im Medienbereich hat erhebliche Veränderungen im  institutionellen Gefüge der Bildung selbst zur Folge. Auch die  kulturellen Formen ändern sich. Das hat Konsequenzen für die Veränderung  von Wahrnehmung. Es gilt andere Wahrnehmungsmöglichkeiten zu  entwickeln. Dies zu untersuchen und zu formulieren ist Gegenstand der  unterschiedlichen Künste und kann in der meist pragmatischen Perspektive  der anderen Wissenschaften nicht oder kaum formuliert werden.</p>
<p>Das  bedeutet, dass sich im Prozess der Änderung der medialen Möglichkeiten  auch das gesamte kulturelle Umfeld, die Art und Weise, wie Subjekte auf  Objekte Bezug nehmen, zum Beispiel, wie wir privat und öffentlich  wahrnehmen, radikal ändert. Diese Veränderungen müssten durch kulturelle  Bildung erkannt und geformt werden. “Denn”,  so Pazzini weiter , “von der  Intensität und der Förderung der kulturellen Bildung hängt nicht zuletzt  auch die Konkurrenzfähigkeit unserer Gesellschaft in ökonomischer  Perspektive ab”.</p>
<blockquote><p>Dieser Gedanke entspricht dem  ökonomischen Interesse unseres derzeitigen Bundespräsidenten, der die  Bedeutung der Bildung für den Fortbestand des gesellschaftlichen  Wohlstands erkannt hat und nunmehr versucht, bei allen Beteiligten  Begeisterung für die Bildung zu wecken. Horst Köhler: “Nur mit ständig erneuertem Wissen, das wir  schnell in Entwicklung und Produktion umsetzen, werden wir uns in der  Welt der Globalisierung behaupten. Wir müssen um so viel besser sein,  wie wir teurer sind. Wir brauchen Lehrer, die darauf brennen, ihren  Schülern etwas beizubringen &#8211; und Schüler , die sich begeistern lassen.  Wir brauchen Eltern, die ihre Kinder zur Wissbegierde erziehen und auch  einmal verstehen, wenn nach dem Experimentieren der Teppich ein Loch  hat. Wir brauchen Ausbilder, die Freude daran wecken, ein Handwerk  wirklich zu beherrschen. So kommen solides Wissen und kritisches Denken,  Neugier und Experimentierfreude in die Welt.”</p></blockquote>
<p>Aber wie  motiviert man Hauptschullehrer, seine besten Schüler so fit zu machen,  dass sie auf die Realschule kommen, weil sie dann ihre Leistungsträger  los sind? Und der Gymnasiallehrer kann weiter nach der typisch deutschen  Devise verfahren: Mein Unterricht ist gut, ich habe nur die falschen  Schüler.</p>
<p>Pius Knüsel, Direktor der Schweizer Kulturstiftung “Pro  Helvetia”, ergänzt diese Perspektive aus kulturpolitischer Sicht: “Draussen wartet das grosse Publikum. Die  Politik, mit der Evaluation der Staatstätigkeit im weitesten Sinne  befasst, konstatiert: Nur etwa 5% der Bevölkerung nutzen die kulturellen  Angebote intensiv, 45% selten, 50% nie. Die eben publizierte Statistik  zum Freizeitverhalten besagt, dass ein Drittel nie, die Hälfte nur sehr  selten Theater , Oper oder Museen von innen sieht. Auch dem Kino geht’s  mit 71% (Fast-) Abstinenten nicht besser (bezogen auf die Schweiz,  Statistik von 2003).&#8221;</p>
<p>Knüsel reicht die von Pazzini  geforderte Kulturelle Bildung nicht aus und fordert darüber hinaus  “Kulturelle Intelligenz” ein: “Um  kulturelle Intelligenz fördern zu können, benötigt Kulturpolitik erst  mal einen andern Kunstbegriff. Nicht Kultur der wenigen für alle kann  das Thema sein, sondern Kultur von allen für alle. Kulturpolitik muss  mehr sein als Kunstpolitik; die Förderung des professionellen  künstlerischen Schaffens kann nur ein Bruchstück sein daraus. Als  zweites müssen wir uns entscheiden, welche Wirkungen wir mit  Kulturförderung erreichen wollen. Wenn z.B. der ideale Citoyen kulturell  gebildet ist, dann muss kulturelle Bildung einen Schlüsselplatz in den  Lehrplänen aller Stufen einnehmen. Hier verzeichnen wir unter dem Druck  von PISA und wirtschaftlichen Ansprüchen nur noch Rückschritte.”</p>
<p>Damit  sind einige elementare Feststellungen getroffen, mit denen wir in die  nächste Runde gehen und die Frage stellen können: was ist Kultur , was  ist Kunst?</p>
<ol>
<li>PISA hat bewiesen, dass die deutschen Schüler besser geworden  sind, allerdings nur in Mathe und in den Naturwissenschaften, bei den  grundlegenden Fächern Lesen und Schreiben hat sich nichts getan.</li>
<li>Forscher und Politiker sind sich einig, dass sich in der Bildung,  im Schulsystem etwas ändern muss, über das Wie gehen die Meinungen  allerdings weit auseinander.</li>
<li>Bildung nach PISA führt nur zu einer Olympiade der Leistung, die  sich auf die Kernfächer  konzentriert. Sie schließt vor allem sozial Schwache aus und führt zur  Ellenbogengesellschaft. Bildung darf nicht auf die Basisfächer  beschränkt bleiben, sondern muss insbesondere im Zeitalter der Neuen  Medien die “Kulturelle Bildung” berücksichtigen.</li>
<li>Kulturelle Bildung benötigt den Bezug zu den Künsten.</li>
<li>Weite Teile der Bevölkerung sind von kultureller Bildung  ausgeschlossen, weil diese sich an der Kunst orientiert. Kulturelle  Intelligenz wäre Kultur von allen für alle.</li>
</ol>
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