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	<title>Medienkompetenz im Netz &#187; Pannen</title>
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	<description>Blog für Medienkompetenz, Kommunikation und Medienkritik</description>
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		<title>Guten Tag liebes PayPal, heute schon ins Fettnäpfchen getreten?</title>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 08:39:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn die Werbemacher besonders clever sein wollen, dann lassen sie sich einiges einfallen. Der weit verbreitete Irrglaube dass man mit außergewöhnlichen Gewinnen und einer persönlichen Ansprache einen besonders guten Werbeeffekt erzielt trägt manchmal sonderbare Blüten. Milde ausgedrückt. Ich muss mich &#8230; <a href="http://medienkompetenz-blog.de/paypal-email-marketing-astronautentraining-fettnapfchen/">Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Werbemacher besonders clever sein wollen, dann lassen sie sich einiges einfallen. Der weit verbreitete Irrglaube dass man mit außergewöhnlichen Gewinnen und einer persönlichen Ansprache einen besonders guten Werbeeffekt erzielt trägt manchmal sonderbare Blüten.  Milde ausgedrückt.</p>
<p>Ich muss mich ja nicht auslassen über jede Werbepanne, das stimmt. Aber, es macht Spaß. Und wenn die noch so lecker auf dem Präsentierteller kommen, dann muss ich es einfach für die Nachwelt  festhalten. Das letzte Geniestreich der eBay (PayPal)  Werbemaschinerie heißt: Gewinnen Sie ein Astronautentraining!<span id="more-358"></span></p>
<div id="attachment_360" class="wp-caption alignleft" style="width: 680px"><a href="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/paypal.jpg?9d7bd4"><img class="size-full wp-image-360" title="paypal" src="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/paypal.jpg?9d7bd4" alt="PayPal Astronautentraining Mail" width="670" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">PayPal Astronautentraining eMail mit persönlicher Ansprache</p></div>
<p>Zitat: „Und was ist sicherererer für Sie? Machen Sie ein Foto davon und laden Sie es hoch. Für das beste gibt’s ein Astronautentraining zu gewinnen!“ Na das mache ich doch sofort. Das hier, das ist für mich persönlich sicherererer:</p>
<div id="attachment_365" class="wp-caption alignleft" style="width: 680px"><a href="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/icd.jpg?9d7bd4"><img class="size-full wp-image-365" title="icd" src="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/icd.jpg?9d7bd4" alt="ICD/- Herzschrittmacher" width="670" height="594" /></a><p class="wp-caption-text">Andy Warhol lässt grüßen</p></div>
<p>Ich bin mir sicher, alle anderen Träger von ICD/ Herzschrittmachern, Rollstuhlfahrer, Seh/- und Gehbehinderte, Querschnittsgelähmte Menschen, Spastiker, MS Patienten unter den PayPal Kunden die ja so direkt mit Vor und Nachname angesprochen werden, machen ja auch mit.</p>
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		<title>Heinz, ich komme! Der lustige Werbestadl und die Suche nach dem heiligem Marketing-Gral</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 12:09:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
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		<description><![CDATA[Was man alles für seine Kinder macht! So sitze ich im Vereinskaffee und wie so oft warte ich auf meine Tochter, die sich mit ihren zehn Jahren schon als Fußballweltmeisterin 2019 sieht, als mein Leidensgenosse (auch ein Vater einer zukünftigen &#8230; <a href="http://medienkompetenz-blog.de/heinz-ich-komme-der-lustige-werbestadl-und-die-suche-nach-dem-heiligem-marketing-gral/">Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was man alles für seine Kinder macht! So sitze ich im Vereinskaffee  und wie so oft warte ich auf meine Tochter, die sich mit ihren zehn  Jahren schon als Fußballweltmeisterin 2019 sieht, als mein  Leidensgenosse (auch ein Vater einer zukünftigen Weltmeisterin)  offensichtlich belustigt mit dem Finger auf die Zeitungswerbung für  einen VW Van zeigt und sagt: &#8220;Ist der  so oft kaputt?&#8221; Auf der ganzseitigen Werbebotschaft ist ein  schöner, blauer Van zu sehen mit der Botschaft &#8220;Damit Sie ADAC auch sieht!&#8221;.<span id="more-223"></span></p>
<p>Was sollte uns (drei Väter, mit jeweils zwei oder drei Kindern, um die 40, fest im Berufsleben stehend) die besagte Botschaft vermitteln? War die berühmte Pannenstatistik des ADAC gemeint? &#8220;Wenn Sie unser Auto fahren, dann sind Sie ganz oben auf der Liste – also ein Gewinner&#8221;? Egal, bei uns ist es nicht angekommen. Die Werbung, egal in welcher Form, ist in erster Linie die Macht der Assoziation und das taten wir auch – instinktiv assoziierten wir das Wort ADAC mit dem Gelben Pannenwagen des Autoclubs.</p>
<p>Es gibt natürlich verschiedene  Strategien im Marketing. Es werden jährlich Millionen und Milliarden für  Konsumentenforschung ausgegeben. Die Resultate fließen dann in die  Konzepte für die Entwicklung von neuen Strategien, und immer mehr, und  immer teurer. Die Spirale des sich unermüdlich vermehrenden Geldes  schaukelt sich immer weiter nach oben. Egal, welche Strategie man wählt-  und welche schlauen Ideen die Marketingindustrie immer wieder zu Tage  fördert, es gibt immer ein Problem: Der Konsument nimmt zunehmend  weniger Notiz von der Werbung. Das durchschnittliche ‚Zielobjekt’, sprich  der Konsument, ist übersättigt.</p>
<div id="attachment_226" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2008/03/vw_anzeige.jpg?9d7bd4"><img class="size-full wp-image-226" title="vw_anzeige" src="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2008/03/vw_anzeige.jpg?9d7bd4" alt="VW Anzeige ADAC Zeitung" width="250" height="323" /></a><p class="wp-caption-text">VW Anzeige ADAC Zeitung</p></div>
<p>Was bedeutet das für die Werbetreibenden und die Marketingbranche? Es  bleibt immer weniger Zeit, die Botschaft rüber zu bringen. Zwei Sätze  sind heute zuviel! Umso wichtiger der Assoziationsaspekt. Und wenn der  nicht einschlägt, dann lacht die Zielgruppe statt Leasingangebote zu  studieren.</p>
<p>Neugierig geworden, schaute ich schon genauer  z.B. in  die neueste Ausgabe der ADAC Zeitschrift, Ausgabe März 2008. Und siehe  da, noch eine ganzseitige Anzeige von VW. Diesmal geht es um den  VW-Service. Der Aufbau der Anzeige ist schon bekannt – man soll lesen („würde man zweitklassigen Service nur immer  so schnell erkennen“) – dann weiter lesen („Besser: Jahresinspektion vom Volkswagen  Service“).</p>
<p>Ich assoziiere: „Auto auf dem Kopf auf der  Bühne +  zweitklassiger Service“ = Blödsinn = weiter blättern!“ Wenn die  Macher dieses Kunstwerks ein wenig Glück haben, dann werde ich weiter  blättern bevor ich das VW- Logo unten rechts sehe, sonst bleiben &#8211;  zumindestens vorübergehend &#8211; die Worte „zweitklassiger  Service“ und VW Logo in meinem Kopf „zusammengeschweißt“.</p>
<p>In  diesen Beispielen geht es um Autos und VW. Ein Konzern mit treuer  Kundschaft, zweifellos guten Produkten und enormen Werbeetat. Kleinere  Werbepannen werden die ja schon verkraften. Schlimmer wird es schon für  die kleinen Geschäfte, wenn man zwar in guter Absicht handelt, aber voll daneben  greift. Einige Straßen von unserer Wohnung entfernt befindet sich ein  Bestattungsinstitut in einer Einkaufsstraße mit vielen Passanten. Die  Fenster waren bis vor Kurzem mit verschiedenen Botschaften (Bibelzitate,  Gedichte, etc.) dekoriert- eigentlich geschmackvoll und passend. Nur  dieser Spruch auf dem größten Paneel, mittig im Fenster, ein absoluter  „Eyecatcher“, verursachte in der Nachbarschaft heftiges Schmunzeln: „Heinz, ich komme!“ stand dort.</p>
<blockquote><p>Und wenn ich schon bei dem Thema bin: Im Fenster eines anderen  Bestattungsinstituts sah ich neulich Folgendes: „Tag und Nacht für Sie bereit –Tel…“. Für mich nicht. Danke!</p></blockquote>
<div id="attachment_228" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2008/03/noro_virus.jpg?9d7bd4"><img class="size-full wp-image-228" title="noro_virus" src="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2008/03/noro_virus.jpg?9d7bd4" alt="AdSense Werbung zu Noro Virus" width="300" height="369" /></a><p class="wp-caption-text">AdSense Werbung zu Noro Virus</p></div>
<p>Wer denkt, dass die Online-Werbung dank „intelligenten Agents“ von Pech  und Pannen verschont ist, der irrt. Obwohl man uns seitens großer  Werbeunternehmen wie Google klar machen möchte mit z.B. AdSense-Keywords  Anzeigen den ultimativen Marketing-Gral entdeckt zu haben, kommt es in  der Praxis sehr schnell zu Ernüchterung, weil  sämtliche Mechanismen  (Algorithmen) für die Werbeeinblendungen sehr schnell ihre Grenzen  erreichen. Nämlich immer dann, wenn die Einblendung in Bezug auf den Kontext  einer Seite und nicht zu den einzelnen Suchbegriffen auf der Seite erfolgen  soll.</p>
<p>Im vergangenen Winter, wie konnte es auch anders sein,  schleppte uns unsere Jüngste den berühmten Noro-Virus nach Hause. Zwei  Tage später lag auch unser Sohn flach und jeweils einen Tag später meine  Frau, ich, und das Fußballtalent aus der Anfangsgeschichte. Nun denn,  wir informierten uns über den Virus. Natürlich im Internet.</p>
<p>Zu  den ganzen ‚netten’ Auswirkungen dieser Erkrankung blendet Google auf  einer recht ansprechenden Gesundheitsseite  (ah, wie passend) ein: „1 Monat bis 16 kg. abnehmen – Der neue  Fettkiller. 100% Garantie“. Danke, ich hab schon einen Fettkiller.</p>
<p>Die  Herausforderung an die Technologie war und ist, die menschlichen  Denkprozesse nachzuahmen. Zurzeit sind wir davon viel entfernter, als uns  lieb ist. Die Suchmaschinen sind in der Lage lediglich einen einfachen  Wort-zu-Wort-Vergleich vorzunehmen. Den Kontext zu begreifen, ist (Gott sei Dank!) dem Menschen vorbehalten.</p>
<p>So kommt auf die Werbetreibenden  ein neues Problem zu. Auch wenn man selbst keine Panne produziert,  gibt es keine Möglichkeit zu verhindern, dass die Werbung (und Geld)  sinnlos vergeudet wird. Das Argument, daß man AdWords und ähnliche  Werbeformen auch nicht bezahlt, wenn die nicht angeklickt werden, ist  kein Argument. Wer  schon einen Werbeetat hat, der möchte das Geld auch  ausgeben und im Gegenzug seine Kundschaft erreichen, und zwar in einem  bestimmten Zeitraum, verteilt auf eine bestimmte Zielgruppe, und mit  messbaren Folgen für das Geschäft. Spätestens an dieser Stelle wird  klar, dass die Suche nach dem heiligen Marketing-Gral erst beginnt.<a name="comments"><br />
</a></p>
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