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	<title>Medienkompetenz im Netz &#187; Zensur</title>
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	<description>Blog für Medienkompetenz, Kommunikation und Medienkritik</description>
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		<title>Google, China und Fluch der Gier: Die Welt ist nicht genug!</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 15:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Z. LJepojevic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Googloogie]]></category>
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		<description><![CDATA[Google stellt sein China-Geschäft auf einmal in Frage. Angeblich will sich der Datensammler aus Mountain View nicht länger den Zensurforderungen der chinesischen Regierung beugen und nimmt dafür auch einen Rückzug aus dem chinesischen Markt in Kauf. Der gemeine Güngling* wird &#8230; <a href="http://medienkompetenz-blog.de/google-china-zensur/">Weiterlesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_202" class="wp-caption alignleft" style="width: 377px"><a href="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2010/01/China_XS_Tiny.jpg?9d7bd4"><img class="size-full wp-image-202 " title="China Google" src="http://medienkompetenz-blog.de/wp-content/uploads/2010/01/China_XS_Tiny.jpg?9d7bd4" alt="China" width="367" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">China und Google. Wie geht es weiter?</p></div>
<p>Google stellt sein China-Geschäft auf einmal in Frage. Angeblich will  sich der Datensammler aus Mountain View nicht länger den  Zensurforderungen der chinesischen Regierung beugen und nimmt dafür auch  einen Rückzug aus dem chinesischen Markt in Kauf. Der gemeine Güngling*  wird in seinem Glauben bestätigt, die anderen werden die Meldungen  darüber aufmerksamer weiterlesen.</p>
<p>Internet World z.B. schreibt: <em>„Google  hat damit gedroht, den chinesischen Markt aufzugeben, wenn die  Zensurbestimmungen nicht gelockert werden.“</em> Erst in dem zweiten  Satz gesellt sich ein wenig Licht zu dem Knall. Der Auslöser war keine  moralische Kehrtwende (manche würden auch von moralischer Pflicht  sprechen) sondern ein Hackerangriff.<span id="more-1"></span></p>
<p>Ein Hackerangriff aus China?  Was soll daran so außergewöhnlich sein? – fragt sich der gesunde  Internetverstand. Gibt es täglich. Ah, was! Stündlich. Ja schon, aber es  wurden Mail-Accounts von chinesischen Menschenrechtlern angegriffen!  Hillary Clinton soll sich auch eingemischt haben. Hm, damit ich sehe, ob  ich das so richtig verstanden habe? Google zensiert seit 4 Jahren brav  das Internet über die Google.cn. Aber jetzt soll alles anders werden nur  wegen ein paar Mail-Accounts. Sorry, aber das leuchtet mir immer noch nicht  ein.</p>
<p>Es sei denn… Es sei denn, die Hacker waren erfolgreich.  Verschiedene Quellen (siehe Wall Street Journal &#8211; z. B.) schreiben davon,  dass bei dem Angriff auch <em>„wichtige Teile des Quellcodes gestohlen  worden, mit denen potenziell Zugang zu anderen Daten gewonnen werden  kann“</em>. Wie üblich, von Google nur Andeutungen: <em>„… from China that  resulted in the theft of intellectual property from Google“</em> (Quelle: <a class="fadeout" title="Google Blog" href="http://googleblog.blogspot.com/2010/01/new-approach-to-china.html" target="_blank">http://googleblog.blogspot.com/2010/01/new-approach-to-china.html</a>)  Sprich: <em>„… aus China, dass Diebstahl  von Googles geistigem Eigentum darstellt.“</em> Also, doch. So  gesehen, bin ich froh dass ich nicht die Google Analytics benutze &#8211;  sonst könnte mich womöglich jemand verklagen weil er Spam-Mails aus  China bekommt.</p>
<p>Na ja, so oder so, niemand wird ernsthaft glauben  (die Chinesen am wenigsten) dass Google tatsächlich vor hat (von  taktischem Geplänkel mal abgesehen) den einzigen Markt, der groß genug  ist die Gier des Giganten  in den kommenden Jahren zu stillen, fallen zu  lassen. Moralische Bedenken hin oder her – Google kann sich das einfach  nicht leisten. Die Größe des Gimperiums* ist in zwischen auch sein  Fluch. Das Tempo, bei dem das Unternehmen immer neue Groodukte*  entwickelt, droht sich zum Bumerang zu entwickeln, weil die Märkte bald  nicht mehr benötigte Absatzzahlen liefern werden können. Die Welt ist  für Google einfach zu klein.</p>
<p>Allerdings, gibt es Argumente, die  eine (vorübergehende, versteht sich) Scheidung zwischen China und Google  bewirken könnten. Erstens ist es der Marktanteil von Google in China:  25% von 340 Millionen Nutzern. Lese oben – für Google Maßstäbe ist das zu  wenig. Zweitens, Google muss eine vernünftige „Defence Strategy“  ausarbeiten. Offensichtlich hat man die Gegner bis dato gewaltig  unterschätzt. Dies wird Geld (kein Problem) und Zeit (großes Problem)  kosten.</p>
<p>Ein Rückzug aus China ist jedoch wenig wahrscheinlich,  weil es so gut wie sicher ist, dass es keine Rückfahrt geben würde. Wir  können uns das zwar schwer vorstellen, aber es könnte eines Tages  jemanden geben, der noch Googligantischer* ist und mit Sicherheit aus  China kommt. Und das weiß man in Mountain View. Ein Ausstieg aus dem chinesischen Markt taugt höchstens als eine PR-Aktion- und zwar als eine  leichtsinnige.</p>
<p><strong>*</strong> siehe <a title="Wörterbuch neue Medien - Deutsch" href="http://medienkompetenz-blog.de/woerterbuch/">Wörterbuch</a></p>
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